Umbenennung der Selbsthilfegruppe ab 01.12.2021 in:

Selbsthilfegruppe für Migrant*innen und Geflüchtete

Im Wandel der Zeiten...

 

Blicken wir zurück, war das Jahr 2015 und die Zeit danach für manche Institutionen und Menschen recht fordernd, aber auch bereichernd. Die anfängliche Aufregung, Überforderung, eventuelle Sorgen und Ängste haben sich zwischenzeitlich gelegt. Aus unseren Erfahrungen wissen wir, dass viele gehörlose Geflüchtete ihren Platz durch zahlreiche Unterstützungen wie "Deaf Refugees - Welcome" und Hamburger Institutionen in unserer Gesellschaft gefunden haben - jedoch nicht alle.

 

Nach wie vor gibt es einen beträchtlichen Anteil von gehörlosen ehemaligen Geflüchteten oder Migrant*innen, die sich noch nicht zuhause fühlen. Die in ihrer Bleibe vereinsamen, nicht wissen, was die Zukunft für sie bereithält, wie es finanziell weiter geht und ob sie einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz finden können. Auch fehlt ihnen oftmals eine gute Vernetzung zu Gleichgesinnten und ausreichend Erfahrung im Umgang mit Formalitäten und behördlichen Einrichtungen - nicht zuletzt Kenntnisse in Deutscher Gebärdensprache sowie kulturelle und sprachliche Gepflogenheiten in Deutschland.

 

Der Fokus liegt daher nicht mehr, wie früher, auf den gehörlosen Geflüchteten, sondern vielmehr bei den gehörlosen Migrant*innen. Sie wollen wir integrieren und unterstützen, z.B. durch den Aufbau von Netzwerken, Förderung von sozialen Kontakten, allgemeine und aktuelle Informationen, Angebote in Hamburg und insbesondere die Einführung in die Gehörlosengemeinschaft in Hamburg.

Dies alles barrierefrei in unterschiedlichen Gebärdensprachen, damit sich die Betroffenen verstanden und wertgeschätzt fühlen.

 

Diese Selbsthilfegruppe bietet Raum für Gespräche und Austauschmöglichkeiten, von ehemaligen Betroffenen mit aktuell Betroffenen - von Angesicht zu Angesicht in einer entspannten und fröhlichen Atmosphäre.

 

Herzlich willkommen!


 

Wann?

Jeden 2. Dienstag im Monat von 16:00-18:00 Uhr  (Termine siehe unten).

 

Anmeldung:

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die aktuellen Corona-Regelungen sind zu beachten.

 

Teilnahme:

Die Teilnahme ist kostenlos!

 

Wo?

Im Clubheim, Gehörlosenverband Hamburg e.V.

Bernadottestraße 128, 22605 Hamburg-Othmarschen

 

Kontakt:

E-Mail: info@glvhh.de


Termine 2022

Jeden 2. Dienstag von 16:00 - 18:00 Uhr

11. Januar 2022 12. Juli 2022
08. Februar 2022 09. August 2022
08. März 2022 13. September 2022
12. April 2022 11. Oktober 2022
10. Mai 2022 08. November 2022
14. Juni 2022 13. Dezember 2022

Hallo,

 

wir, Mohsen, Masoumeh, Keyvan, Setareh und Daryoush haben eine neue Selbsthilfegruppe gegründet für gehörlose Migrant*innen und Geflüchtete. Wir möchten euch hier in Hamburg unterstützen und mit euch plaudern, Ausflüge machen, Grillen und noch viel mehr. Habt ihr Lust vorbei zu kommen?

 

Einmal im Monat bieten wir ein Treffen an. Du kannst einfach vorbeikommen, ohne Anmeldung.

 

Termin:

Unser 1. Treff ist am Dienstag, 14. Dezember 2021 von 16:00 - 18:00 Uhr.

 

Wo?

Im Clubheim, Gehörlosenverband Hamburg e.V.,

Bernadottestraße 128 in 22605 Hamburg-Othmarschen.

 

Anmeldung:

Ohne Anmeldung. 

 

Du hast Fragen?

Bitte schreibe eine E-Mail an info@glvhh.de.

 

Achtung: Wegen Corona aktuell 2 G-Regelungen!

 

 

 


Selbsthilfegruppe: Deaf Refugees - SHG der gehörlosen Flüchtlinge und Migrant*innen

Das Team "Deaf Refugees Welcome" engagiert sich für gehörlose und schwerhörige Migrant*innen und Flüchtlinge. Aktuell besteht das Team aus 6 Personen, alle gebärdensprachkompetent und alle koordinieren in verschiedenen Bereichen. Dazu gehören Netzwerkarbeit, Kontakt mit Unterkünften für Geflüchtete, Vernetzung der Geflüchteten untereinander und die anfängliche Begleitung von Einzelfällen.

Außerdem besteht Vernetzung mit den für Hörbehinderung relevanten Institutionen, bei Bedarf kann an die richtigen Ansprechpartner*innen weiterverwiesen werden.

 

Gerade für Einzelbegleitungen suchen wir noch dringend Verstärkung, um die Flüchtlinge bei Anträgen zu unterstützen oder zu Ämtern zu begleiten. Schön wäre auch, sie stärker in die Gehörlosengemeinschaft zu integrieren, z.B. über den Sport.

Wir freuen uns über jede freiwillige Unterstützung. 

Besonders freuen wir uns, wenn sich Gehörlose wieder für "Deaf Refugees Welcome" engagieren würden.

 

Treffen und Einzelbegleitungen finden nach Absprache statt.

 

Alle Betroffenen sind auch herzlich eingeladen zu uns in die Beratungsstelle zu kommen:

Offene Sprechstunde - kostenlos und ohne Anmeldung:

Dienstags       von 15:00 - 18:00 Uhr

Mittwochs      von 08:00 - 13:00 Uhr

 

in der Bernadottestraße 128, 22605 Hamburg-Othmarschen.

 

Team - Deaf Refugees - Selbsthilfegruppe der gehörlosen Flüchtlinge und Migrant*innen

 

 


 

Wer mehr über die Initiative der "Deaf Refugees Welcome" erfahren möchten, dem empfehlen wir nachfolgenden sehr interessanten und auch bewegenden Artikel von Louisa Marie Pethke. Der vollständige Text kann als PDF-Datei heruntergeladen werden - hier ein Vorgeschmack...

 

 

"Der GLVHH und seine Aktivitäten – die Initiative „Deaf Refugees Welcome“ 

Von Louisa Marie Pethke

 

Neben der verbandspolitischen Arbeit unterstützt der Gehörlosenverband Hamburg e.V. auch andere Engagements. Ein wichtiges Engagement bildet hier das 2015 entstandene Team „Deaf Refugees Welcome“. Der untenstehende überarbeitete Artikel erschien als Erstabdruck im DAS ZEICHEN 107/2017 - Zeitschrift für Sprache und Kultur Gehörloser (https://ggkg.online/das-zeichen) auf Seite 384 - 389. Er umfasst den Zeitraum der Aktivität des Teams von 2015 bis 2018.

 

Im September 2015 wurde in Hamburg aufgrund der stark angestiegenen Anzahl geflüchteter Personen die Initiative „Deaf Refugees Welcome-Hamburg“ gegründet – eine Kooperation des Gehörlosenverbandes Hamburg und der „interessengemeinschaft der Deaf studierenden“ (iDeas). Das Team machte sich an die Aufgabe, gehörlose und hörbehinderte Geflüchtete in Hamburg ausfindig zu machen und eine Begleitung für diese zu stellen. Der folgende Bericht soll einen Einblick in die Arbeit der Initiative geben und von ihren Erfahrungen erzählen..."

 

... weiter geht es in der PDF-Datei im Anhang.